Archiv der Kategorie 'muzik'

Cleo macht Interviewen

Parenthetical Girls
C: Can I tell you how amazing you were?
PG: Thank you.
C: Oh, would all of you marry me and I can show you the rhinos in the zoo?
PG: Huh…are there zoos in Berlin?
C: There are two, actually. One West, one East Berlin one.
PG: Which one is better?
C: East, there are not so many people.
PG: Ok.
C: Hum, I need to go before I say something stupid.
PG: Bye.
C: Bye.

Casiotone For The Painfully Alone
C: You are from Kansas?
CFTPA: No.
C: Kansas must be really shitty.
CFTPA: I’m not from Kansas.
C: Is your music influenced by how shitty the place is?
CFTPA: I’m not from Kansas
C: Really?
CFTPA: Yeah.
C: Oh. Sorry. Can I buy a Shirt?

Weil wir ihn alle so lieben…

Leipzigs Popikone, Late-Show-Master, Clubinventar, beredter DJ (Zitat Ilse-Chef Jörn „Halt’s Maul und spiel Musik!“) und Fleisch gewordener S-Fehler Ralf „Donis“ Donis mit einem leicht verstörenden Cover des Hits „Zauberstab“. Spitzending das. Featuring Cameos von Rik Order und LaFee. Was wollt ihr mehr!?

(PS: Wenn sich der Umzugs-, Pleitegeh- und Arbeitswahn bei den b&n-Kindern mal gelegt hat, gibt’s hier auch wieder mehr Action!)

Wörst concert ever (EVER!)

Man jammert ja viel. Ab und an ist das Jammern auch berechtigt, wenn auch eher seltener als öfter. Gerade bei Konzerten.
Aber das Konzert, von dem ich euch berichten will, war ganz objektiv gesehen, also nicht nur meiner minderwertigen Beurteilung nach, das schlechteste Konzert, das jemals auf dem Planeten Erde veranstaltet wurde, und ich meine sogar sagen zu können, es war soger schlimmer als eine vogonische Gedichtlesung.

Das Juwel des Gehörschadens fand in einer der Städte statt, die wohl dem Arsch der Welt schon reingekrochen sind, Dingwall bei Inverness, eine Stadt bestehend aus Alkoholikern, Frauenschlägern, Arbeitslosen, Fremdenfeindlichen, Ungebildeten und Kindervergewaltigern, um es mal gelinde zu sagen, dem Abschaum, allesamt ASBOs.
Es war eine Veranstaltung zur Sammlung von Spendengeldern für ein Veteranen-Heim, und wurde ausgetragen in deren Essensraum, der aussah wie eine Turnhalle für Nichtsportler. Die Atmosphäre und der Sound waren deswegen, wie man sich vorstellen kann, grauenhaft. Das Licht war unterirdisch, zwei vier-Farben-Strahler, bei denen die Hälfte der Lampen kaputt war, erzeugten billige Dorfdisko-Atmosphäre. Das Publikum bestand aus genau den oben genannten Alkoholikern, Frauenschlägern, Arbeitslosen, Fremdenfeindlichen, Ungebildeten und Kindervergewaltigern, und ihre Frauen trugen ihre Beulen und Blauen Flecken im Negligè zur Schau, wärend sich die Männer mit Bürstenhaarschnitt und Trainingsanzügen von ihrer besten Seite zeigten.

Doch nun zur eigentlichen Schandtat an der Geschichte der Musik, der gespielten Musik. Ich traue mich gar nicht, Bands zu sagen, denn eigentlich waren alle vier nur traurige Roboter des Cover-Geschäfts. Denn das war es, was die Leitung ihnen zu spielen befahl. Normalerweise würde man vielleicht eine Cover-Band einladen, die dann den ganzen Abend spielen, aber hier waren es vier. Und sie spielten die schlechtesten Lieder, die jemals geschrieben wurden, und sie spielten sie nicht allzu gut.
Aneinandergereiht als eine dem Untergang geweihte Karawane bekamen wir schlechte Countrysongs, schlechte 80s FrauenSoftMetallsongs, schlechte American Collegepunksongs, und schlechte RnBsongs vorgespielt, zu der stets die selben traurigen 5 Gestalten den selben aus zwei Schritten bestehenden Tanz schlurften, Applaus gab es keinen. die anderen 15 Menschen, die spärlich die Halle bevölkerten, versuchten sich den Fraust mit schlechtem Schottischem Tennants-Bier wegzutrinken und sich zu unterhalten, ohne ihr eigenes Wort zu verstehen, was aber wohl dem Inhalt der Gespräche nichst abtat.

Jetzt kann es nur noch besser werden.

Kurz mal aufgehört! Lieblingsband!

Adrian Orange and Her Band sowie das Teenie-Projekt des aus Portland stammenden Adrian Orange, Thanksgiving, ist ein Spa-Wohlfül-Wochenende für die Ohren, nur in besser (denn ich stelle mir solche Wochenenden eigentlich ziehmlich langweilig vor) (aber Adrian Orange ist eben das absolute Gegenteil von langweilig).
Bei den Liedanfängen beginnt der Po zu wackeln, und dann fliegen die Beine in die Luft und die Stimmung wird schlagartig besser (bzw ich grinse wie ein Honigkuchenpferd durch das ganze Zugabteil) (was einem seltsame Blicke einbringt, man ist es nicht gewohnt, wenn in diesem Land jemand ohne Grund glücklich ist). Jedenfalls ist diese Musik mal was ganz anderes, nicht so Zeug von dem Strokesklaxons-Plagiatgesindel, man muss sagen, es ist bezaubernd.
Adrian Oranges flehende Stimme, die aber doch nicht depri ist, wunderbare Texte und eine Lieblingssongdichte von 5/10 auf dem gleichnamigen Album, hier ganz herrausragend: Interdependance Dance und Window (Mirror) Shadow, machen Adrian Orange and her Band zu meiner Sommerlieblingsband.

(Pop Up Opening Night: The Black Atlantic – Saturday Looks Good To Me

Jetzt also hier der versprochene Bericht. Er klingt ein wenig nach Schulaufsatz, was daran liegt, das ich noch recht verkatert bin. Ich bitte dies zu entschuldigen. Der Abend war zu gut…
Nachdem ich den ganzen Tag vor Vorfreude auf Saturday Looks Good To Me wie besessen rumgehüpft bin und unablässig ‚Meet Me by the Water’ gesummt habe, war es endlich soweit, und alles hat gepasst: Das strategische Trinken hatte zu einer angenehmen Heiterkeit verschafft, die naTO war gut gefüllt, die Stimmung war gut. The Black Atlantic aus den Niederlanden fingen an, und es gefiel. Sie spielten Lieder über Reisende, Charles Lindbergh und Phileas Fogg, und ihre Mitreisenden, Saturday Looks Good To Me. Sie waren angenehm gelassen, vor allem der Drummer, sie hatten das richtige Tempo, sie freuten sich total über das willige Publikum, und zwar aufrichtig, und das letzte Lied ‚There are Monsters’, ein Kinderlied, dass erst einige Tage vorher entstanden war, und aus Ukulele, Xylophon und Rasseln bestand, brachte sie einem sehr nah ans Herz und wir glühten vor kindlicher Freude. Es ist wahrscheinlich, das sie größer werden, eine der Bands, die in ein, zwei Jahren in Gespräch sein wird, und man sagt: Die hab ich damals gesehen, als sie noch Vorband waren. Scheiß Indie-Snobs….

Dann kamen Saturday Looks Good To Me, mit ihrem dritten Deutschlandauftritt, und ich war überrascht. Zum einen sah Fred Thomas ganz anders aus, als ich ihn mir vorgestellt hatte (würde man ihm auf der Straße begegnen in der gestrigen Kleidung, man würde ihn eher als R’nB-Fan einordnen als als Indie-Musiker), zum anderen, weil die Songs wesentlich rockiger vorgetragen wurden als auf Platte, und so manchmal eher klangen wie Superpunk, was aber auch nicht schlecht war. Da Betty Barnes leider krank war, musste der Keyboarder ihren Gesangspart übernehmen, was er sehr leidenschaftlich tat…mir ist immer noch nicht klar, ob er tatsächlich selbst so hoch sang, oder ob sie ihre Stimme auf Band hatten, aber es sorgte jedenfalls für viel Heiterkeit im Saal. Sie spielten viele Lieder von ‚Sound on Sound’ und ‚All Your Summer Songs’, und, da ich sie grad vor mir liegen habe (Ich habe sie mir stehlen lassen), wesentlich mehr Lieder als auf der Playlist vorgemerkt. Der Anfang war ‚When the Party Ends’, und ein Lied blieb mir besonders im Gedächtnis: ‚Leave it Alone’, über das Gefühl, wenn man mal wieder in sein Heimatkaff kommt, und alle, die damals in der Schule so cool waren, jetzt im Supermarkt und der Apotheke arbeiten und einen bewundern (was ich als Exil-Bayreuther sehr gut nachvollziehen kann) Sie spielten fast alle meine Lieblingssongs, es war herrlich tanzbar, und danach hüfte ich noch eine halbe Stunde vor Nachfreude rum, um die lockeren Schrauben wieder an ihren Platz zu schütteln.

Zum Schluss führte natürlich kein Weg (bei der naTO sowieso nicht) am Merchstand vorbei, wo alles angenehm billig war. Ich kaufte mir das neue Saturday Looks Good To Me Album ‘Fill up the Room’ und ein T-Shirt von Black Atlantic – man muss ja alle unterstützen.

Es war ein klasse Abend, ein wunderbares opening für die (Pop Up, zwei tolle Konzerte und ich freue mich schon darauf, beide Bands in ein paar Wochen noch mal anschauen zu dürfen.
Und jetzt geh ich mich auskurieren, damit ich heut Abend wieder Trinken und Tanzen kann.

Reinhören!
http://www.myspace.com/saturdaylooksgoodtome

http://www.myspace.com/theblackatlantic