Archiv für April 2009

DON‘T BELIEVE THE HYPE – Es ist noch nicht zu spät!

Weil ich den b&n-space nie check, hab ich dieses Jahr das Don‘t believe the hype Festival völlig vergessen. Wie immer rumst und dengelt es am Gründonnerstag ganz unheilig in der Church of Techno zu Leipzig – die Riotvan Raver haben wieder ein hedonistisches Schwitzfest des Wahnsinns geplant und ich will SOFORT einen Direktflug in die Zone buchen!! (Dann muss ich halt hier Digitalism gucken gehen am Sonntag…)

Für alle, die sich eh schon Leipzig befinden oder die Anreise aus der Hauptstadt nicht scheuen, los jetzt!


Wir sind die Medien.

Nach dem lang erwarteten und heißersehnten Missy Magazine, dessen bloße Existenz jedes (Mädchen-, Frauen-, Jungen- und Männer-) Herz zum Glühen bringt (JA! JA! JA! ENDLICH!) und das die zweite Ausgabe erfolgreich hinter sich gebracht hat, kann ich meinen Papierfetisch nun an einem neuen Printmagazin austoben:

OPAK heißt das Baby von Lieblingshornbrillenträger Olli Koch – ist seit dem 27. März zu haben (Bahnhofsbuchhandlungen oder bestellen) und hat sich den Satz „Wir müssen reden“ zum Untertitel gemacht. Das brennende Bedürfnis, sich mit dem auseinanderzusetzen, was einen jeden Tag umgibt – Kultur, Politik, Leben – es genauer zu untersuchen, zu analysieren, zu diskutieren und auf Papier festzuhalten, die Gedanken zu ordnen und zu verewigen – dieses Motiv scheint die Macher (und, nicht nur aus pc-ness, sondern auch um den hohen Frauenanteil in der Redaktion zu betonen) und Macherinnen von OPAK anzutreiben, sich dem lustvoll masochistischem Prozess der Printmagazinproduktion hinzugeben.

Thematisch wird alles abgedeckt, was als relevant angesehen wird: Von Musik über politische Stimmungsanalyse, Zukunftsperspektiven, alltägliche Beobachtungen, Kunst und natürlich das Internet. Gelesen habe ich noch nichts, werde aber gleich meinen Auslandskorrespondenten anweisen, ein Heft zu erwerben und mir Bericht zu erstatten, bis meine Bestellung hier auf der Insel eintrifft.

Und in eigener Sache: Es ist eine Freude, zu sehen, dass es wirklich möglich ist, einen Schritt weiter zu gehen, von handkopiert, geklebt und gesprüht hin zu einer Redaktion und professionellem Endprodukt. Ohne Berufsjournalisten, die alles verarbeiten, was ihnen vorgelegt wird, ohne auf Lesbarkeit und Vermarktbarkeit zu achten, ohne redaktionelle Beiträge, die von den Anzeigen nicht zu unterscheiden sind (et vice versa), ohne endlose Modestrecken und Plattenrezensionen im Tausch gegen Werbung. Einfach machen, weil es wichtig und sinnvoll erscheint. Genau das ist es, was hier hoffentlich auch mal passieren wird, vielleicht, irgendwann. Wir arbeiten dran.