Schöne neue Welt

Das Herz bei diesem Scheißwetter wärmen. Heiße Schokolade trinken. Dazu ein wenig mit dem überschlagenen Fuß wippen und sich wegträumen…oder sich einfach dran erfreuen, das es hier wahrscheinlich nicht ganz so eklig ist wie in Island grad. Besser gehen tuts uns schon. Sin Fang Bous, also der Frontmann von Seabear, hat mit Clangour die Kissen der Kuschelecke aufgeschüttelt. Sanft und zurückhaltend, aber eben auch mit verschrobenen Gefiepe und Geknarze, dass das Album eben nicht zu einem kitschigen seichten Unding verkommen lassen, sondern durch Sindri Mar Sigfussons Experimentierfreudigkeit zu einem interessantem aber trotzdem anhörbaren Werk abrundet. Es mag manchen zu seicht sein, anderen wiederum zu unstrukturiert, aber andererseits sind die Gedanken an sich zur Zeit auch eher tagträumerisch angelegt. Im Land der kunterbunten Dinge, das ein wenig an den Tausend-Wunder-Wald in „Jim Knopf und die wilde Dreizehn“ erinnert. Keine Neonfarben, aber auch kein Bon-Bon-Pastell. Es ist also: ein Album für faule Sonntagnachmittage.