Archiv für Oktober 2008

Tomte… heute…. später mehr.

Amazon.de Verkaufsrang: #8 in Musik

Beliebt in diesen Kategorien:
#1 in Musik > Rock > Deutschrock
#2 in Musik > Rock & Pop aus Deutschland

Ich höre gern Deutschrock.

Wir so: FOALS! Die so: WAHNSINN!

Und dann landest du auf dem Gig und du kennst die Band nicht wirklich aber macht nix weil „der kennt da jemanden“ und statt Bändchen gibt es Aufkleber, und der idiotische VIP Balkon macht das Leben einfacher, nein wir mischen uns nicht mit den Indie Kids da unten, thanks god, wir beobachten, spähen, nehmen auf, saugen auf, sind beeindruckt, werden beblitzgewittert, nicht bestagedived wie die da unten, immer noch beeindruckt und die Halle bewegt sich in Wellen und dann sind es doch nur die Menschen und am Ende klettern fünf verschwitzte junge Männer von der Bühne, die jünger sind als du jemals wieder sein wirst, und du bist froh, das Haus doch verlassen zu haben, weil vielleicht auch ein bisschen Energie auf dich übergegangen sein könnte.

Foals spielen im November in Deutschland, hingehen durchaus empfehlenswert.

(Achtung, Sänger kann nicht stagediven und springt mit den Füßen voran. Nicht in die erste Reihe stellen.)

We don‘t not love!

Randale! Der Lautsprecher kreischt mir entgegen, meine Ohren fallen ab und die Inhibitionen genauso, der Sänger springt mir entgegen und wir tanzen. Die Hüllen fallen und alles dreht sich und schaukelt die Hüfte, oder auch nicht, aber er lässt sie nicht unbescholten und springt auf und reitet den Bock und treibt sie von Seite zu Seite wie der Hai den Schwarm, und stiehlt uns die Kleider vom Leib. Wir tanzen den Tanz um den Totempfahl, immer rund um rund um rund um rund um rund. Der Schal als Fessel, kann nicht entfliehen. Dann löst er sich, der nasse kalte Fetzen ist wieder mein, um den Hals geschlungen die Schlinge gehe ich über Bord.

Dann ist es aus, es ist still, die Ohren wollen nicht hören und die Stimme kämpft gegen die Stille, die Zunge frisst sich auf.

Leise kommen sie angeschlichen, alles ist ganz anders, ruhig getragen werden wir von der Lust, ein wohliger Seufzer. Wir wollen auf die Bühne springen! Uns auf sie stürzen! Die Kleider vom Leib reißen, diesmal den anderen, und uns an der Süße laben bis uns schlecht wird vom dickflüssigen Honig. Die Brille stehlen und die Augen sehend machen und einen Song ins Ohr geflüstert bekommen. In Ihren Armen streifen wir durch die Graswellen Oregons, sehen wir den Mädchen, Anne und Gwyneth, beim tanzen zu, immer rund herum der Ringelreihen, mit rundrunden Ketten aus Gänseblümchen, der Beweis.

Doch wir tun es nicht, ich tue es nicht, niemand. Draußen lecken wir uns verstohlen die Mundwinkel, letzte Zuckerkrumen und streichen uns die fetten Bäuche. Das Festmahl ist zu Ende, hier ist Winter.

(Gestern spielten It’s not not und Someone still loves you Boris Yeltsin in Berlin im Magnet)