Wörst concert ever (EVER!)

Man jammert ja viel. Ab und an ist das Jammern auch berechtigt, wenn auch eher seltener als öfter. Gerade bei Konzerten.
Aber das Konzert, von dem ich euch berichten will, war ganz objektiv gesehen, also nicht nur meiner minderwertigen Beurteilung nach, das schlechteste Konzert, das jemals auf dem Planeten Erde veranstaltet wurde, und ich meine sogar sagen zu können, es war soger schlimmer als eine vogonische Gedichtlesung.

Das Juwel des Gehörschadens fand in einer der Städte statt, die wohl dem Arsch der Welt schon reingekrochen sind, Dingwall bei Inverness, eine Stadt bestehend aus Alkoholikern, Frauenschlägern, Arbeitslosen, Fremdenfeindlichen, Ungebildeten und Kindervergewaltigern, um es mal gelinde zu sagen, dem Abschaum, allesamt ASBOs.
Es war eine Veranstaltung zur Sammlung von Spendengeldern für ein Veteranen-Heim, und wurde ausgetragen in deren Essensraum, der aussah wie eine Turnhalle für Nichtsportler. Die Atmosphäre und der Sound waren deswegen, wie man sich vorstellen kann, grauenhaft. Das Licht war unterirdisch, zwei vier-Farben-Strahler, bei denen die Hälfte der Lampen kaputt war, erzeugten billige Dorfdisko-Atmosphäre. Das Publikum bestand aus genau den oben genannten Alkoholikern, Frauenschlägern, Arbeitslosen, Fremdenfeindlichen, Ungebildeten und Kindervergewaltigern, und ihre Frauen trugen ihre Beulen und Blauen Flecken im Negligè zur Schau, wärend sich die Männer mit Bürstenhaarschnitt und Trainingsanzügen von ihrer besten Seite zeigten.

Doch nun zur eigentlichen Schandtat an der Geschichte der Musik, der gespielten Musik. Ich traue mich gar nicht, Bands zu sagen, denn eigentlich waren alle vier nur traurige Roboter des Cover-Geschäfts. Denn das war es, was die Leitung ihnen zu spielen befahl. Normalerweise würde man vielleicht eine Cover-Band einladen, die dann den ganzen Abend spielen, aber hier waren es vier. Und sie spielten die schlechtesten Lieder, die jemals geschrieben wurden, und sie spielten sie nicht allzu gut.
Aneinandergereiht als eine dem Untergang geweihte Karawane bekamen wir schlechte Countrysongs, schlechte 80s FrauenSoftMetallsongs, schlechte American Collegepunksongs, und schlechte RnBsongs vorgespielt, zu der stets die selben traurigen 5 Gestalten den selben aus zwei Schritten bestehenden Tanz schlurften, Applaus gab es keinen. die anderen 15 Menschen, die spärlich die Halle bevölkerten, versuchten sich den Fraust mit schlechtem Schottischem Tennants-Bier wegzutrinken und sich zu unterhalten, ohne ihr eigenes Wort zu verstehen, was aber wohl dem Inhalt der Gespräche nichst abtat.

Jetzt kann es nur noch besser werden.


4 Antworten auf „Wörst concert ever (EVER!)“


  1. 1 Änkie 02. Juli 2008 um 12:42 Uhr

    Das klingt in der Tat furchterregend, geradezu abstoßend. Bleibt die Frage, warum in aller Welt bist du hingegangen?

  2. 2 cleo 02. Juli 2008 um 20:05 Uhr

    lang: ein freund eines freundes hat 5 pfund dafür bekomen, für 8 songs den bass zu spielen, und lockte uns mit alkoholversprechungen in die hölle. für fünf pfund kriegt man aber gerade mal zwei bier. er selbst trank dann die vom veranstalter gestiftete cola-büchse, sog. ‚verpflegung‘.

    oder, kurz: wir sind jung und brauchen geld für bier.

  3. 3 Änkie 02. Juli 2008 um 22:12 Uhr

    Ich sehe. Sie werden alkoholisiert werden, Widerstand ist zwecklos. Und das bei diesen Preisen, mein lieber Scholli.
    Vielleicht covern sie beim nächsten Mal wenigstens was von Abba.

  4. 4 blackjackundnutten 03. Juli 2008 um 16:03 Uhr

    das klingt ja schrecklich. willkommen in der hölle. aber hey, in diesem land gelten trainingsanzüge in gewissen kreisen eben als haute couture.
    in unserer bar „no hoods, no caps, no tracksuits“ oder so, haha. goodbye scally scum. spitzending: http://www.scallycentral.com

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