Archiv für Juli 2008

melt 2008 – frieren statt schmelzen.

drei tage wach und nass, nass, nass, nass, nass. war trotzdem toll. roisin murphy fantastisch, editors auch super, björk mit weniger special effects als erwartet, aber natürlich trotzdem gut. neon neon am sonntag mit har mar superstar im gepäck, schöne überraschung. ach und notwist mal wieder ganz anders als sonst immer, viel gefrickel und gedance und besser als letztes jahr. dafür die erkenntnis, dass ich zu alt zum zelten bin und mit raven ohne schlafen auch nix mehr geht. trotzdem nettes wochenende. überschüttet uns mit kommentaren bitte! wart doch eh alle da.

am samstag dann auf dem parkplatz raven mit audiolith und jaaaa ich habe fotografiert und gefilmt mit meiner neuen kamera – blackjack&nutten wird in zukunft noch multimedialer!! dank windows movie maker gibt es einen irren film dazu mit special effects, dass roland emmerich ganz neidisch wird.

pille palle.

Termine

Wir haben uns mal wieder rangesetzt und die Lokalitäten Leipzigs nach hübschen Konzerten durchforstet, man findet jetzt also wieder was in der Rubrik. Da allerdings grad Sommerpause ist, nicht allzu viel, aber ein paar herbstliche Kostbarkeiten zum Vorfreuen gibts auch schon!

Wörst concert ever (EVER!)

Man jammert ja viel. Ab und an ist das Jammern auch berechtigt, wenn auch eher seltener als öfter. Gerade bei Konzerten.
Aber das Konzert, von dem ich euch berichten will, war ganz objektiv gesehen, also nicht nur meiner minderwertigen Beurteilung nach, das schlechteste Konzert, das jemals auf dem Planeten Erde veranstaltet wurde, und ich meine sogar sagen zu können, es war soger schlimmer als eine vogonische Gedichtlesung.

Das Juwel des Gehörschadens fand in einer der Städte statt, die wohl dem Arsch der Welt schon reingekrochen sind, Dingwall bei Inverness, eine Stadt bestehend aus Alkoholikern, Frauenschlägern, Arbeitslosen, Fremdenfeindlichen, Ungebildeten und Kindervergewaltigern, um es mal gelinde zu sagen, dem Abschaum, allesamt ASBOs.
Es war eine Veranstaltung zur Sammlung von Spendengeldern für ein Veteranen-Heim, und wurde ausgetragen in deren Essensraum, der aussah wie eine Turnhalle für Nichtsportler. Die Atmosphäre und der Sound waren deswegen, wie man sich vorstellen kann, grauenhaft. Das Licht war unterirdisch, zwei vier-Farben-Strahler, bei denen die Hälfte der Lampen kaputt war, erzeugten billige Dorfdisko-Atmosphäre. Das Publikum bestand aus genau den oben genannten Alkoholikern, Frauenschlägern, Arbeitslosen, Fremdenfeindlichen, Ungebildeten und Kindervergewaltigern, und ihre Frauen trugen ihre Beulen und Blauen Flecken im Negligè zur Schau, wärend sich die Männer mit Bürstenhaarschnitt und Trainingsanzügen von ihrer besten Seite zeigten.

Doch nun zur eigentlichen Schandtat an der Geschichte der Musik, der gespielten Musik. Ich traue mich gar nicht, Bands zu sagen, denn eigentlich waren alle vier nur traurige Roboter des Cover-Geschäfts. Denn das war es, was die Leitung ihnen zu spielen befahl. Normalerweise würde man vielleicht eine Cover-Band einladen, die dann den ganzen Abend spielen, aber hier waren es vier. Und sie spielten die schlechtesten Lieder, die jemals geschrieben wurden, und sie spielten sie nicht allzu gut.
Aneinandergereiht als eine dem Untergang geweihte Karawane bekamen wir schlechte Countrysongs, schlechte 80s FrauenSoftMetallsongs, schlechte American Collegepunksongs, und schlechte RnBsongs vorgespielt, zu der stets die selben traurigen 5 Gestalten den selben aus zwei Schritten bestehenden Tanz schlurften, Applaus gab es keinen. die anderen 15 Menschen, die spärlich die Halle bevölkerten, versuchten sich den Fraust mit schlechtem Schottischem Tennants-Bier wegzutrinken und sich zu unterhalten, ohne ihr eigenes Wort zu verstehen, was aber wohl dem Inhalt der Gespräche nichst abtat.

Jetzt kann es nur noch besser werden.