Archiv für Mai 2008

(Pop Up – I Might Be Wrong – Björn Kleinhenz – Jeniferever

UT Connewitz makes for one atmospheric setting. The faded grandeur of this oldest of cinemas is evocative of a Polanski-esque nightmare and perfectly suited to its current use as gig venue. We stand in front of the stage, the bands framed by Grecian pillars that dominate the background. The beer’s cold and all the bodies start to heat things up.

First up is Berlin-based band I Might Be Wrong. Lisa von Billerbeck sings with a confident voice, sometimes a little too soft to counter the wonderfully composed set pieces but otherwise clearly in command. Backing vocals are competently handled by Andreas Bonkowski, whose rougher edge compliments Billerbeck’s softer tones. As we hear one song after another I’m struck by the notion that this band is not quite yet complete but that they have a little more work to do in playing as a single entity. Not to be dismissive though, I Might Be Wrong leaves the stage only to be enthusiastically asked to play an encore. Their final piece is by far their most accomplished and has real aspects of Massive Attack’s album Mezzanine running through it, or perhaps Mogwai’s Happy Songs For Happy People. In either case the comparisons are secondary to actually hearing the band in person. Hopefully, we’ll hear more of them in the future.

Next to be framed by those impressive pillars is Swedish act Björn Kleinhenz. They are a six piece band with a quartet of guitar players – at least two too many. Initially they make me think of those cringe worthy American Christian Rock bands, all camp fires and recitations of Kumbaya. Each song feels the same or maybe it’s the band’s collective lack of presence despite what looks like painful group sessions of epilepsy by all four on guitar. It would have been funny if I wasn’t so concerned Stefan might actually be having a seizure. Once again however, the last song displays promises of something more. Disappointing, but not without potential.

To cap it all off comes our second Swedish act, Jeniferever. Martin Sandström’s skinny jeans and high riding ‘70s style briefs momentarily make me feel overdressed for the occasion. The music is kind of pants too. Variously they have been compared to Icelandic champions Sigur Ros. Quite how they have gained this accolade is beyond me as they sound a little more akin to Placebo. Certainly an injection of haemoglobins might have perked things up. More presence than Björn Kleinhenz but significantly less prowess than I might Be Wrong. One to miss until you’re feeling a relapse of teen angst on the way.

Dieser Artikel ist nicht von mir, sondern von Ian. Dankeschön!

( Pop Up – Messe in einer Stunde

Menschenmassen – Gedränge – Wellenbad – schwimmen – buntes Zeug – werde durch geschoben – durch die Reihen – Scheitellecken – kann das alles gar nicht richtig aufnehmen – ich bin abgelenkt – muss erst mal ankommen – wo ist oben, wo ist unten, wo ist Showcase, wo ist Sellfish, wo ist Klaus? – alle voll fertig – Bier, du Mörder – aber das nächste wird mir schon angeboten – woah nee, jetzt noch nicht – mit Süßigkeiten vollstopfen – bei Lolila Gratisdownloads abstauben – soviel zum Parasitären Nutznießertum von cleo biertrinkensis – und Aufkleber – die ich nie wieder brauchen werde – aber hübsch sind sie schon – „MTV is killing me“ – durchaus nachvollziehbar, aldaaa – „get the real me, not at myspace“ – das als profilspruch – „new rave was last week“– nee, vorletztes Jahr war das! – in die Halle 5 – italienische Band – Father Murphy – what the fuck? – der macht seltsame Sachen mit seiner Stimme – wieder raus – Ich bin verloren – sagt der Button – Ich auch, ich auch, wer noch? – Platten kaufen – obwohl der Plattenspieler schon seit drei Jahren kaputt ist – und CDs geschenkt bekommen – Danke! – deine Zukunft liegt in unseren Händen – sich von dem Kunterbunten verführen lassen – tschau tschüssi – raus in die Sonne – meine Stunde ist um – SCHLAF SCHLAF SCHLAF!!!!

(Pop Up – Tanzschule gone mental

Nachdem ich mir die Füße mit Rheuma-Salbe eingeschmiert habe, kann es wieder losgehen.
Heute in der Halle 5, was leider einer der nüchternsten Konzertorte Leipzig ist, aber ist ja auch ein Jugendclub. Doch um neun, als es eigentlich anfangen soll, ist noch keiner da, deswegen wir erst mal in die Über-Assi-Kneipe Werk III (Billig Bier), wo wir uns draußen hinhocken und (Pop Up Besucher gucken, die fröhlich in den Sonnenuntergang spazieren und uns zuprosten.

Dann geht’s zurück in die Halle 5, wo jetzt schon mehr Leute sind, allerdings wohl vor allem die, die grad nebenan auf dem Messegelände ihre Stände aufgebaut haben. Die ersten 500 (Pop Up Besucher bekommen einen Gratisdownload des Festival-Samplers, ein schöner Zug der Veranstalter.
Die erste Band, Joensuu 1685 ist leider eine herbe Enttäuschung, Rockstargepose gepaart mit Schülerband gepaart mit Kurt Cobain-Verkleidung. Man könnte sie in einem Wort zusammenfassen, aber das wäre schon wieder zuviel Aufwand. Das Publikum bleibt uninteressiert und die Band macht gar nicht erst Pausen, wohl weil sie schon merken dass sie eh keinen Applaus bekommen würden, der am Ende dann auch sehr spärlich ausfällt.

Weiter gings mit der Berliner Band Siva. Der Frontmann mit Atompilz-Frisur und seine Band knien sich ordentlich rein und schaffen wunderschöne Sound-Wände, quasi mit kunterbuntem Graffiti drauf, und das erst so verstreute Publikum wächst an und macht den Stehaufmännchen Tanz (Beine bleiben stehen, Knie werden leicht gebeugt, Oberkörper und Kopf schwanken von vorne nach hinten und wieder zurück, Arme bleiben dicht am Körper) (mit den Nutten tanzen #1).
Schließlich kommen Bratze, meine heimlichen Götter des Absturz, in Trainingshosen, und treiben den wie besessen Tanzenden der ersten paar Reihen den Schweiß aus den Poren, Atem raubend, das bessere Fitnessstudio, Bierbauch in Rekordschnelle ansaufen und abtrainieren zugleich. Sie schlagen wie bescheuert (gänzlich positiv gemeint) auf die Instrumente ein – They’ve gone completely mental – And we love it! (strategisches Abspacken – Glieder in die Höh, die Flsche an den Mund!) (mit den Nutten tanzen #2).

Danach machen wir Clubhopping rüber zur Ilse, aber die erste Band, Lichter, ist schon vorbei, als nächstes kommen Wolke.
Als ich mich bei Last.fm bei Wolke reinhörte, fand ich die Boys nicht schlecht, aber dem Auftritt kann ich leider so gar nichts abgewinnen. Sie klingen, als ob sie einfach mal alle Soundeffekte des Keyboards austesten wollen, aber als Konzept reicht das nicht.
In der Ilse ist überhaupt diesmal alles nicht ganz so geil wie letztes Jahr auf dem (Pop Up Disco Abend, es ist leerer, alle wirken schon recht ausgelaugt, kaum Styler, weniger bekannte Gesichter zum stalken. Dafür trifft man ein paar Leute die man durch eher fragwürdige Umstände kennengelernt hat wieder, und liegt sich alsbald selig in den Armen.
Ja Panik!, die nächste Band, aus Wien, überrascht positiv. Bei der vorjährigen Flittchen-Frühlingsgala war er alleine, und war ein einziges Selbstbemittleidungskommando ohne große Fähigkeiten, inzwischen aber ist er eine mehrköpfige Band, wesentlich poppiger und lebensfroher, und es geht gut ab.
Das Intro DJ-Team war wohl sehr gut (so gut dass ich wieder den Käfer machte (sich auf dem Boden wälzen weil es so gut ist) (und dabei das Bier nicht verschütten) (mit den Nutten tanzen #3), aber genaueres weiß man nicht, mein vernebeltes Hirn kann sich nicht mehr so recht daran erinnern.

(Pop Up Opening Night: The Black Atlantic – Saturday Looks Good To Me

Jetzt also hier der versprochene Bericht. Er klingt ein wenig nach Schulaufsatz, was daran liegt, das ich noch recht verkatert bin. Ich bitte dies zu entschuldigen. Der Abend war zu gut…
Nachdem ich den ganzen Tag vor Vorfreude auf Saturday Looks Good To Me wie besessen rumgehüpft bin und unablässig ‚Meet Me by the Water’ gesummt habe, war es endlich soweit, und alles hat gepasst: Das strategische Trinken hatte zu einer angenehmen Heiterkeit verschafft, die naTO war gut gefüllt, die Stimmung war gut. The Black Atlantic aus den Niederlanden fingen an, und es gefiel. Sie spielten Lieder über Reisende, Charles Lindbergh und Phileas Fogg, und ihre Mitreisenden, Saturday Looks Good To Me. Sie waren angenehm gelassen, vor allem der Drummer, sie hatten das richtige Tempo, sie freuten sich total über das willige Publikum, und zwar aufrichtig, und das letzte Lied ‚There are Monsters’, ein Kinderlied, dass erst einige Tage vorher entstanden war, und aus Ukulele, Xylophon und Rasseln bestand, brachte sie einem sehr nah ans Herz und wir glühten vor kindlicher Freude. Es ist wahrscheinlich, das sie größer werden, eine der Bands, die in ein, zwei Jahren in Gespräch sein wird, und man sagt: Die hab ich damals gesehen, als sie noch Vorband waren. Scheiß Indie-Snobs….

Dann kamen Saturday Looks Good To Me, mit ihrem dritten Deutschlandauftritt, und ich war überrascht. Zum einen sah Fred Thomas ganz anders aus, als ich ihn mir vorgestellt hatte (würde man ihm auf der Straße begegnen in der gestrigen Kleidung, man würde ihn eher als R’nB-Fan einordnen als als Indie-Musiker), zum anderen, weil die Songs wesentlich rockiger vorgetragen wurden als auf Platte, und so manchmal eher klangen wie Superpunk, was aber auch nicht schlecht war. Da Betty Barnes leider krank war, musste der Keyboarder ihren Gesangspart übernehmen, was er sehr leidenschaftlich tat…mir ist immer noch nicht klar, ob er tatsächlich selbst so hoch sang, oder ob sie ihre Stimme auf Band hatten, aber es sorgte jedenfalls für viel Heiterkeit im Saal. Sie spielten viele Lieder von ‚Sound on Sound’ und ‚All Your Summer Songs’, und, da ich sie grad vor mir liegen habe (Ich habe sie mir stehlen lassen), wesentlich mehr Lieder als auf der Playlist vorgemerkt. Der Anfang war ‚When the Party Ends’, und ein Lied blieb mir besonders im Gedächtnis: ‚Leave it Alone’, über das Gefühl, wenn man mal wieder in sein Heimatkaff kommt, und alle, die damals in der Schule so cool waren, jetzt im Supermarkt und der Apotheke arbeiten und einen bewundern (was ich als Exil-Bayreuther sehr gut nachvollziehen kann) Sie spielten fast alle meine Lieblingssongs, es war herrlich tanzbar, und danach hüfte ich noch eine halbe Stunde vor Nachfreude rum, um die lockeren Schrauben wieder an ihren Platz zu schütteln.

Zum Schluss führte natürlich kein Weg (bei der naTO sowieso nicht) am Merchstand vorbei, wo alles angenehm billig war. Ich kaufte mir das neue Saturday Looks Good To Me Album ‘Fill up the Room’ und ein T-Shirt von Black Atlantic – man muss ja alle unterstützen.

Es war ein klasse Abend, ein wunderbares opening für die (Pop Up, zwei tolle Konzerte und ich freue mich schon darauf, beide Bands in ein paar Wochen noch mal anschauen zu dürfen.
Und jetzt geh ich mich auskurieren, damit ich heut Abend wieder Trinken und Tanzen kann.

Reinhören!
http://www.myspace.com/saturdaylooksgoodtome

http://www.myspace.com/theblackatlantic

POP UP! Jetzt!

heute geht es los, zum ersten mal in 4 jahren leider ohne mich, ohne fanzines im fahrradkorb durch den strömenden regen transportieren, feiern bis die sonne aufgeht, diskussionen an labelständen führen, sich über die foren aufregen (immer…), clubhopping, ilses erika-deckenschweiss, bands verpassen, neue bands entdecken und leipzig so toll finden, dass man unbedingt dableiben will und daher gleich in die stadt zieht. ich wünsch euch auf jeden fall viel spass und neue erkenntnisse. feiert schön, kauft die merch-stände leer, unterstützt die lieben fanzine-nerds (z.B. die kollegen von sellfish, sorry für keinen schlafplatz haben) und wir sehen uns im nächsten jahr wieder!
(mehr infos gibt es auf der pop up website)

die gute cleo wird dann hier auch fleissig über die pop up berichten, wenn es klappt (d.h. sie sich noch erinnern kann, haha) gibt es sogar tägliche updates! was meinst du?