Archiv für März 2008

bock auf chicks? oder: neulich beim pizza-service.

neulich beim brainstorming in der wöchentlichen boof pizzaservice-teamsitzung:
chef a: „so leute, jetzt mal her mit den ideen für unsere rabattaktion!“
mitarbeiter b: „boah alter ich hatte gestern so ne braut…“
chef c: „na irgendwie müssen wir den leuten unsere panierten hühnerfleischabfälle doch verkaufen können!“
mitarbeiter b: „…die hatte HUPEN alter… richtige MÖPSE!!!…“
chef a: „sollte irgendwas richtig ansprechendes sein, nicht zu anspruchsvoll, aber ansprechend…“
mitarbeiter b: „MÖPSE!“
chef c: „hm…möpse…“
chef a: „und irgendwie sollten wir den leuten klarmachen, dass wir billig hühnerfleisch verkaufen…hühner…hühnchen…“
mitarbeiter b: „DIE WAR JA SO SCHARF ALTER! RICHTIG GEILE BRAUT!… “ (zu chef c:) „hättste wohl auch bock drauf, wa?“
chef a (in gedanken versunken): „scharf…scharfe hühnchen… fleisch…nacktes fleisch… scharfes nacktes fleisch…“
mitarbeiter b: „so EIN GEILES CHICK, ALTER!“
chef a: „hühnchen…fleisch….scharf…möpse…billig…chick… ICH HABS!!“

anders kann ich mir das hier nicht erklären:
pizzaflyer

naja, das busenmädel, dem lustige panierte bällchen aus dem schritt kullern, finanziert sich damit wahrscheinlich das jura-studium.

(und ja, ich finde die situation im nahen osten auch beunruhigender als sexistische pizzaflyer, aber irgendwo muss man mit der kritik anfangen.)

edit: da hat moritz der fuchs natürlich recht, so kreativ sind die leipziger dann doch nicht. gab es alles schonmal bei hooters: hooters

ich will keine blumen, ich will gleichberechtigung!

viel dazu sagen möchte ich nicht, aber schön: frauentagspartys in diversen örtlichen clubs mit wellnessprogramm, modenschau und schminktipps. das ist feminismus heute.

der hype geht weiter! oder: fremdwerbung – 20. märz!

während deutschlandfunk hier die nationalhymne zum besten gibt möchte ich diese ehrenvollen sekunden nutzen, um werbung für die fortsetzung der krazeeeee-est party des letzten jahres zu machen: don‘t believe the hype geht am donnerstag in die zweite (na eigentlich schon dritte?) runde und wird mit peaches als dj-stargast, bonaparte und viel wumms den ich noch gar nicht kenne ordentlich knallen. mein favorit immer noch der wc-floor, was haben wir gefeiert!
ach das war so toll letztes jahr. dieses jahr leider ohne die obernutte, die wird mit pizza, vino, spaghetti e la familia beschäftigt sein. rockt nicht ganz so, macht aber wahrscheinlich auch nicht so nen derben kater.

ihr seid hoffentlich am start und berichtet fleissig. multimediale handyvideoaction wird auch gern gesehen!

flyer hier:
dont believe the hype

myspace da.

noch gefunden- handyfoto vom letzten jahr. wunderkerzen aufm toilettenfloor und der typ mit der orangenen brille kommt nicht nur mir bekannt vor…
kloparty

nachlese zur 2nd rec „zahl soviel du willst“ aktion. oder: free as in beer.

kurze erinnerung: 2nd rec haben ende letzten jahres eine „bestell dir das album und zahl hinterher was du willst“-aktion gestartet, zwar von radiohead abgeguckt aber dafür mit echten tonträgern (ganz professionell jetzt: b&n berichtete.)

seit einigen wochen stehen jetzt die ergebnisse der aktion auf dem label-blog. ich habe die rundmail ja leider nicht bekommen (komisch, vielleicht im spamfilter untergegangen), aber rene hat mich heute darauf hingewiesen und deshalb hier eine kurze zusammenfassung:

481 CDs were sent out (4 packages came back because they were undeliverable)
127 people paid, which means:
26.62 % chose to pay

The average price paid of those 127 people was:
8.87 Euro for full-length albums
7.95 Euro for the five track EP from Amanda Rogers

8.87 pro CD klingt ja eigentlich schon nach nem fairen preis – einziges problem: es haben insgesamt nur so wenig leute (ca. 1/4) gezahlt, dass die gesamteinnahmen sich auf 74 cent minimierten. leute, ich bitte euch! 74 cent? für cds, die ihr dann mit eurem 1500-euro-notebook auf euren 250-euro-mp3player ladet?

(und ja, wir haben auch bestellt und gezahlt: 2 leute, 2 cds, zusammen 17 euro, macht sogar noch 37 cent weniger als der durchschnittszahler. böse nuttenredaktion.)

schade. mein glaube in die menschheit ist zwar schon seit anbeginn der zeiten nonexistent, aber mit ein wenig mehr hätte ich dann doch noch gerechnet.

und wer den link übersehen hat, hier gehts nochmal zur zusammenfassung auf dem 2nd rec blog.

i wanna do the bassplayer – oder: halts maul und geh heim. oder: ff/deerhoof/dirty projectors/frog eyes und so konzertnachlese

ein abend, ein toller abend, ein ganz wunderbarer abend mit ganz wunderbaren bands. berlin postbahnhof, sonntag abend, ein festival mit dem merkwürdigen titel „maximum black“ aber einem spitzen lineup. es spielen: frog eyes, dirty projectors, six organs of admittance, deerhoof, final fantasy und max tundra – nach demokratischer schlussabstimmung 5 von 6 bands volltreffer. hier in kurzform:

frog eyes
ja auch schon im ut gesehen, diesmal der sound nicht ganz so schepprig und inklusive keyboard, für gut befunden. schöner einstieg!

dirty projectors
der typ am merch noch so „they‘re amazing!!“ und wir AAAH TOLL TOLL. zwei jungs, zwei mädels, mehrstimmiger gesang, himmlisch, schräg, poppig und schrammlig. katinka sagt „dicht, nicht pompös, dafür war es zu rau, aber irgendwie schon viel…“. ganz wunderbar. absolutes highlight des abends – um hier bezug auf die überschrift zu nehmen – der typ, der die (in der tat äusserst gutaussehende bassistin) mit einem lauten „I WANNA DO THE BASSPLAYER!“ beglückte (später gefolgt von einem „you‘re beautiful“) – worauf die bands offensichtlich leicht angenervt reagierte (wortfetzen wie „spoiled it“ konnte ich durch das genuschel des sängers identifizieren). auch wenn der kommentar sicher nur „nett“ gemeint war – seiner sexuellen notlage durch hirnloses rumschreien luft zu machen und einer musikerin ihre funktion in der band völlig abzuerkennen, indem sie einfach auf eine eindimensionale existenz als hübsche bühnendeko (oder noch extremer: wandelnde sexpuppe) mit brüsten, kulleraugen und einem bass als schicken accessoire reduziert wird, ist in so einem rahmen völlig deplatziert. shut up and go home, bitte. lustig auch die technotänzer in der ersten reihe, aber das ist ein anderes thema.

six organs of admittance
kurz gesehen, nicht wirklich spannend gefunden (singersongwriter?) und für eine sitzpause den raum verlassen.

deerhoof
quietsch quietsch fiep, dogs tigers pandas FLOWER FLOWER FLOOOOOWEEEEER. deerhoof leben ihren dadaismus bis in die haarspitzen, die jungs schwanken breit grinsend über die bühne, satomi matsuzaki grinst noch breiter, gestikuliert wild zappelnd, rennt durchs publikum, erklimmt einen barhocker, fiept noch mehr, die jungs machen KRACH und das ganze ist einfach krazeeeee. abgesehen von einer zehnminütigen noiseorgie sehr unterhaltsam und toll. danke!

final fantasy
gerade noch einen auf feministin gemacht und sich über sexistische zuschauer aufgeregt, jetzt schon wieder rückfall in die frühpubertäre groupiephase – ich verehre owen pallett, die musik, den typen und alles und sowieso. er spielt gut gelaunt viele neue sachen, reagiert auf liedwünsche aus dem publikum mit einem charmanten „oh, be quiet“ und… hach. begeisterung und strahlende gesichter. der mensch kann machen was er will, er bleibt mein held. auch toll (so am rande) das micky mouse shirt mit glitzergeschlechtsteil und pailettensperma.
dank modernster technik (handykamera, bluetooth, notebook und youtube) könnt ihr hier auch ein video gucken! spitzending!

max tundra
alle schon völlig fertig und kaum noch stehfähig aber max tundra reisst alles raus. dieses kleine haarige energiebündel hüpft und zappelt über die bühne, mixt stampftechno mit 80er-fernsehserien-melodien und hacienda-elektro, das publikum (inklusive owen pallett) ist trotz schmerzender füsse ordentlich am tanzen und ach ist das super. noch breiteres grinsen, ein wunderbarer abschluss. auch hier haben wir eine multimediale megashow im angebot:

ja, alles super. ich wieder völlig unkritisch. mir egal. guckt euch die videos an (final fantasy hier und max tundra da)