Archiv für Dezember 2007

bleubird, parts and labor und ohmeingottwasistdasdenn!?

wir sind ja hier für alles offen, deshalb hier auch mal was abseits des üblichen indiegepoppe (aaah. noch einmal entschuldigung. ich bin im moment linguistically challenged…) – ab ins zoro, um parts and labor zu sehen, die schon zwei mal eher durch zufall als support begeisterten. dazu später mehr – der eigentliche lichtblick des abends war nämlich ein herr namens bleubird aus florida / kanada / berlin, der mit völlig überdrehtem sprechgesang eine absolute punktlandung in mein musikalisches geschmackszentrum schaffte. schräg, hyperaktiv, politisch ohne peinlich zu sein (muss man auch mal schaffen), provokant, hüpfend, schreiend und wunderbar sympathisch. spitzentyp. platten waren leider schlagartig ausverkauft… hier mal angucken (nicht von gestern, aber trotzdem interessant)!

es folgten kornreiniger, die vermutlich das gesamte publikum sprachlos hinterliessen. atari teenage riot trifft nen kindergarten auf cola- und zuckerüberdosis und kollaboriert mal spontan, die dame (ernsthaft erkältet und hustend, die ärmste) wechselt zwischem apathischem auf der bühne liegen und highspeed-derwisch-tanzen im publikum, es werden schlechte songs gecovert und allgemein viel krach gemacht. oh-mein-gott. einen gewissen unterhaltungswert im sinne von „okay, was passiert denn jetzt noch“ kann ich den dreien aber trotzdem nicht absprechen. vielleicht hab ichs auch einfach nicht verstanden.

dann parts and labor, zu denen ich leider gar nicht viel schreiben möchte, weil so ein wenig enttäuschung mitmischt… aber bei technischen problemen, ewigem warten (dank bleubird und kornreiniger konnte die band erst gegen halb 1 oder so anfangen) und einem schon halb geleerten konzertraum ist ein wenig schlechte laune verständlich. nächstes mal wirds sicher wieder toll.

over and out.

Und wenn wir schon bei Morr Music sind: SEABEAR!

Seabear sind meine neue Liebe. Seabear sind mein Soundtrack für diesen Winter!
Video statt Worte:

und Platte kaufen!

The Go Find im UT (1. Dezember 2007)

Es fällt mir etwas schwer über dieses Konzert zu schreiben, denn trotz doppeltem Espresso und einer Flasche Club Mate, war ich die meiste Zeit eher kurz vorm Einschlafen, als wirklich aufmerksam. Die Vorband, The Chi Chi BBC, aus Leipzig, ging so gut wie an mir vorrüber. The Go Find, haben mich dann kurzzeitig wieder aus meinem Halbschlaf gerissen, als sie mit Monday Morning ihr Set starteten. Leider haben sie aber gleich als erstes ihre, oder vielleicht meine persönlichen, Hits verpulvert und irgendwie setzte sich dann wieder mehr der Halbschlaf als die Begeisterung durch. Ich fand die Band auf Platte, die auf dem geliebten Label Morr Music erschienen ist, ja wirklich ziemlich gut, aber live waren sie doch eher enttäuschend und belanglos. Mir fehlte ein bisschen das Elektrogefrickel, dass ich auf Platte zuhören glaube, dafür waren auf der Bühne ein paar zuviele Gitarren vertreten. Ein Teil des Publikum war aber auf alle Fälle sehr begeistert und ein paar Meter neben mir sah ich die leuchtenden Augen und das mehr oder weniger verstohlene Grinsen einiger Tanzender. Die Band hatte glaube ich auch Spaß, zeigte die übliche Begeisterung für die Atmosphäre im UT, und der Schlagzeuger ist später sicherlich noch einige Küsse losgeworden, am Merchstand, für schlappe 50cent.