Caribou – Nebensächlichkeiten und Bindestriche

Spielten am Samstag im Uebel&Gefährlich (das war der selbe Saufausflug wie The National, Delbo u.a.) und begannen das Ganze mit nem Magenstopfer, heißt Trommelwirbel hoch zwei, da zwei Schlagzeuge. Mir zog es erst mal das Gesicht zusammen, als hätte ich in eine Zitrone gebissen und ich wich in die zweite Reihe zurück, wie auch das Restpublikum. Die Musiker grinsten sich an und es begann ein wunderschönes Konzert. Also viel Drums, Blockflöte, Xylophon, Gitarrengeschrammel, Soundeffekte (Hundegebell), Singsangsung und drei schrecklich süße Nicht-Lead-Bandmitglieder-Dingens-Boys. (Erwähnte ich das Groupietum schon?)

Caribou hieß ja früher Manitoba, wie der Staat (Kanada), wurde jedoch nicht vom Staat verklagt, wie erst gerätselt wurde, sondern von einem gewissen Wannabe-Indian-Chief-Blues-Musiker der neben irgendwelchem Esoterischem Geschwafel im Namen eben auch ein Manitoba mitführte. Nur um das mal zu berichtigen.

Das Publikum war etwas seltsam, ein paar unbewegliche Peruaner (?) in der ersten Reihe, die aber ganz gut als Bass-Schwall-Auffang-Bäuche dienten, und einer, der aus dem Konzert ein Bauch-Beine-Po-Programm machte, sich Schuhe (wie der Lead-Dingens) und das Hemd auszug und rumpöbelte. Die Band war nett synchron in ockerfarbene T-shirts eingekleidet und alle Mantitoba-Tonträger wurden umbenannt und haben noch ein paar Extra-Tracks erhalten. Was will man mehr? Mehr Zugabe!