Archiv für November 2007

superaus fürs superkronik?

okay, der titel ist fast schon bildzeitungsniveau, entschuldigt. es munkelte ja schon lange aus allen ecken, dass das superkronik arge probleme mit ämtern und anwohnern hat; bei diversen veranstaltungen wurde die polizei gesichtet und ähnliches – hier jetzt ein offizielles statement zur lage vom veranstalter, das ich mal ungekürzt, unkorrigiert und unkommentiert stehen lasse:

SUPERKRONIK sagt:

We say sorry! Verschiedene Termine geplatzt, warum?

wie schon das vorangegangene weekend müßen wir auch folgeveranstaltungen vorläufig auf eis legen!!!
es tut uns sehr leid!
wir kotzen wie sau und war so nicht geplant!!!
jede einzelne veranstaltung wäre der hammer gewesen!
i swear you!
alles in allem ist das eine lange und unschöne geschichte,…..
hier steht eine verordnung der stadt leipzig auf den plan die alle veranstaltungen und gastronomie bis auf weiteres untersagt,…
wir befinden uns da grade in der klärung, rennen von termin zu termin und sehen zu das alles endlich und schnellstmöglich zu klären um endgültig eine langfristige genehmigung zu erhalten.
die ganze sache ist extrem nervenaufreibend weil eigentlich nicht ganz konkret klar ist, wo das problem liegt.
der gesamte um und ausbau der location ist nach sächsischer bauverordnung geschehen.
der gesamte laden ist schalltechnisch voll ausgestattet und gewährleistet das eigentlich nichts wesentliches zu einer belästigung nach aussen führen kann.
es exestiert ein lärmschutzgutachten, inklusiver einer zweiten messung und reduzierung des db stärke. (solche späße kosten eine heidenkohle!)
es exestiert brandschutz und wärmeschutzgutachten.
es gibt ein sicherheitskonzept und überhaupt!
unsere anlage läuft mit diversen limitern und was weiß ich, was heißen soll, wir und kein dj der welt kann das ding höher fahren als programmiert!
was wir nicht aufbringen können, was technisch hier in der umgebung einfach nicht möglich ist, sind 42 stellplätze, sprich, parkplätze….
und auch an dem problem sind wir dran!
haben dazu verschiedene optionen abgeprüft, gespräche geführt,…
nur ist es eben schwer die geforderte stellplatzanzahl aufzubringen,….
die alternative dazu.
eine stellplatzablöse von a 4200euro,….
was der wahnsinn ist!!!!
aber wir werden auch das klären und ist eigentlich nicht der ausschlaggebende punkt der verordnung zum exestierenden veranstaltungsverbot.
das wir momentan nix sinnvolles hier machen können bzw wahnsinns veranstaltungen auf eis legen müßen kommt weniger von seiten der stadt bzw beteiligter ämter als von den lieben nachbarn der karl heine str 33.
diese beschweren sich weekend für weekend massiv und mit allen mitteln!
ein anwalt gleich noch dazu.
das thema, der grundtenor…
schwer jetzt hier in kürze und eile zu schildern!
die herangehensweise, argumentation und auseinandersetzung der leute dabei und damit ist sehr strange.
uns wird eine massive schallbelästigung und beeinträchtigung ihrer lebensqualität vorgeworfen.
wir haben mehrfach versucht das aufgebrachte problem zu analysieren und dem entgegenzuwirken,…
haben dazu jede menge sachverständige hinzugezogen und versuchen im grunde seit drei monaten dieses problem zu bewältigen.
was sich aber auch von sachverständigenseite als schwer erweist,…
denn auch diese können ein eigentliches problem nicht finden.
bautechnisch gesehen ist unsere räumlichkeit schalldicht, sofern das möglich ist.
eine lärmbelästigung nach aussen ist nicht möglich.
es gibt denoch eine gewisse übertragung von bassfrequenzen zum nachbargrundstück.
das ist wahr!
aber bautechnisch und baurechtlisch gesehen findet diese nicht auf unseren grundstück statt.
auf den nachbargrundstück wurde vor langer zeit eine betonbodenplatte ohne jehglicher dehnungsfugen gegossen, diese stößt unmittelbar an unser grundstück & fundament an.
durch das fehlen einer dehnungsfuge ist es durchaus möglich das frequenzen im bassbereich sich darüber übertragen.
aber messungen (auch auf dem nachbargrundstück und im innenbereich der immobilie) haben ergeben das die beeinträchtigung niemals so stark sein können wie geschildert!
dazu haben wir nach erfolgter zweiter messung die lautstärke um 10db reduziert. laut gutachten wurde 5db vorgeschlagen!
aus baurechtlischer seite ist es so das nicht wir das problem bewältigen müßten (es findet erst auf den nachbargrundstück statt), was aber auch gar nicht die frage sein soll.
wir wollten längst reagieren und auf unsere kosten und zeit eine dehnungsfuge setzen. die hausverwaltung untersagt uns aber das betreten des grundstückes.
um uns dann vorzuwerfen, über anwalt und weiß der geier, das wir nichts unternehmen.
das ist doch alles völlig irre!
genauso irre wie das es sich bei den beschwerenden nicht um irgendwelche dickbäuchigen gefrusteten proleten handelt, sondern junge leute, studenten,… ein auf locker und lässig machen, in der tollen wg wohnen und voll offen sind.
aber dann erstmal bei der polizei anrufen!
das weeekend für weekend!
es gibt dazu polizeiberichte,….
selbst da steht drin das hier vor ort keine lärmbelästigung bzw problem festzustellen war!!!
das alles mal ganz pragmatisch betrachtet:
es sind
15 arbeitsplätze für studenten
1 arbeitsstelle einer sekretärin, die auf grund ihres alters im deutschen lande unter schwer vermittelbar läuft, die damit und in dem moment flöten gehen.
auch mal erwähnung finden muß!
durch diesen ganzen wahnsinn und schwachsinn der letzten monate bleiben hier eigentlich wichtige dinge völlig auf der strecke.
tausend kleinigkeiten sollten hier noch baulich und inneineinrichtungstechnisch fertig gestellt werden, mehr ambiente im ganzen in die location gebracht werden,….
das alles blieb auf kosten dieses schwachsinns auf der strecke!
wir werden nun die wochen des stillstandes nutzen und hier in jeden fall nochmal ordentlich gas geben um dat hier alles mal wirklich fertigzustellen.
so seit gespannt!
wir kommen back!
die ganze geschichte, details und fortgang,….
wir hängen grad mit nachdruck an der sache, der plan ist bis mitte dezember eine endgültige und langfristige klärung erreicht zu haben!
wir arbeiten grad nochmal an einer stellungnahme zu der ganzen thematik, dem wieso, warum, weshalb,….
wenn das steht,…
wir werden das hier posten und nochmal öffentlich machen.
wir werden das auch nochmals über die presse transparent machen.
denoch vorerst müßen wir uns an die verordnung halten

da hab ich mich schon so so auf so so modern gefreut… blöd gelaufen. okay jetzt halt doch ein kommentar – es stellt sich natürlich die frage, weshalb bei der wahl der location nicht vorher schon die möglichkeit in betracht gezogen wurde, dass die nachbarn, die direkt nebenan wohnen, stress machen könnten. auch wenn es studenten sind, die auf „locker und lässig“ machen – wenn es bumst, dann bumst es halt, und da hat sicher keiner jedes wochenende drauf bock. so viel dazu.

bin gespannt, wie es weiter geht.

und ihr so?

weakerthans! weakerthans! weakerthans!

gestern in manchester gesehen, wahnsinn! venue klein und angenehm vollgestopft, publikum euphorisch, band gut gelaunt, sound in ordnung, hits hits hits. bitte unbedingt hingehen, sind ab dienstag in deutschland unterwegs.

ach schoen unkritisch hier das ganze.

the good life…

..sollen ja toll gewesen sein in der nato. war aufgrund eines 24stunden-katers leider verhindert. kommentare (zum konzert, nicht zum kater)?

und wie siehts mit amanda rogers aus? berichte bitte!

quintuple terror – norman palm, pelle carlberg, dance inc, saalschutz, a hundred times beloved

5 bands in 4 tagen klingt eigentlich ganz gut und man mag mir jetzt völlige kritiklosigkeit unterstellen, aber es war auch gut, alle zusammen. ganz schnell hier:

  1. mittwoch in berlin, pt I: norman palm, schon seit längerem myspacefreund, wie später festgestellt, startet (als support von pelle carlberg) mit einer coverversion von boys dont cry, macht weiter mit wunderbarem singersongwriterpopgedingse, wär gern elliott smith oder erlend oye, und erobert mit einem thom yorke cover mein herz. nice.
  2. mittwoch in berlin, pt II: pelle carlberg, fein, poppig, shins-ig, pfeifen, tanzen, mika-coverversion und der rothaarige engländer neben mir flötet mit, auch nett, aber die vorband war sogar netter. trotzdem, wenn in leipzig, bitte hingehen!!! und taschen kaufen: „Clever Girls Like Clever Boys Much More Than Clever Boys Like Clever Girls“. nerdmädchenherzenklopper, seriously.
  3. donnerstag in leipzig, pt I: dance inc, haben bei mir ja nie richtig geklickt, aber da dann plötzlich so ein bisschen. war gut, cheers!
  4. donnerstag in leipzig, pt II: hatten wir einen spass! techno, glosticks (wurden ja in der neuesten ausgabe schon thematisiert), techno, schweizer, bühne stürmen, audiolith, techno und feiern. auch gut, sehr gut… go mental!
  5. freitag in leipzig: 1000 mal berührt von a hundred times beloved. oder so. ich ja so: ne ey, shoegazemybloodyvalentinezeugs, langweilig, mag ich nicht, aber irgendwie wars dann sehr nett und schön und im noch besser leben war ich ja echt noch nie, deshalb auch toll. tapete, kronleuchter, gin and tonic, musik, fine!

soviel dazu. also alles irgendwie sehr empfehlenswert, wenn ihr ein bisschen kleingeld und zeit übrig habt. links gibts nicht, bin ich zu faul, könnt ihr auch googlen.

„I permanently have my finger up for you“

Letzte Woche Freitag spielte Britta Persson im Café Panam. Ich werde hier keine ausschweifenden Worte über Musik aus Skandinavien verlieren, sondern vielmehr möchte ich nur feststellen, dass mir die Lieder von Frau Persson sehr am Herzen liegen und ich dabei auch großen Wert auf deren Texte lege. Im Mai spielte sie schon einmal in Leipzig, im UT Connewitz, aber das war etwas zu groß und sie wirkte etwas verloren da oben auf der Bühne. Also hab ich mich sehr auf ein zweites Konzert gefreut, diesmal in etwas intimerem Ambiente und auf einer kleinen Bühne.

Das Panam, war trotz der Einführung eines Eintrittspreises von 5€ gut gefüllt und zunächst hat mich das auch noch gefreut für das Café und auch für Britta Persson, denn vor vielen Leuten zu spielen sollte doch erfüllender sein als vor 10 Hanseln.
Ich schreibe ’sollte‘ weil ich mir das Spielen an diesem Abend nicht als sehr großes Vergnügen vorstellen kann. Sie gab ihr Bestes, spielte die Lieder die ich hören wollte sowie ein paar neue und das auch noch richtig gut.
Allerdings war das Publikum mal wieder unter aller Sau. Die Leute scheinen gerne 5€ zu zahlen damit sie sich dann über ein paar Bier über Gott und die Welt unterhalten können. Die Person die da auf der Bühne steht, wird zur Hintergrundbeschallung und selbst die Interessierten haben nun Probleme etwas von der Musik mitzubekommen. Es ist nicht das erste Mal dass ich diese Beobachtung mache. Vielleicht sind die Eintrittspreise für Konzerte einfach zu niedrig. Vielleicht ist erst Ruhe wenn der bei 10 bis 15€ liegt? Gerade bei Musik wie der von Britta Persson ist das ewig Gequatsche der Leute nervig und unerträglich.

Dazu kommen dann noch die obligatorischen Pärchen die die erste Reihe okkupieren und ganz beseelt bei Liedern deren Texte sie nicht mal verstehen zu scheinen mitsingen und sich dabei tief in die Augen blicken. Bei Liedern wie „You are not my Boyfriend“ muss ich da schon wieder schmunzeln… wie unpassend. Direkt neben den Pärchen stehen dann auch ein paar Pseudo-Interessierte die nach dem ersten Lied aber in endlose Redesalven verfallen, man hat sich ja auch so lange nicht gesehen und es gibt so viel zu erzählen. Warum diese Leute dann überhaupt nacht Ende des Konzertes noch eine Zugabe fordern ist mir ein Rästel.

Nach der Zugabe treffe ich dann noch ein paar Freunde die verstreut etwas weiter hinten im Raum standen und klagen dass sie da überhaupt nichts mehr mitbekommen haben. Vielleicht hatte ich also noch Glück dass ich relativ weit vorne zwischen wirklich Interessierten, Pärchen und Pseudo-Interessierten wenigstens ein bisschen was mitbekommen habe, verfluche aber trotzdem die Quatscher die anderen den Konzertgenuss madig machen. Es gibt in Leipzig doch genug Kneipen in denen man ohne Eintritt zu bezahlen was trinken und sich unterhalten kann, und in denen sogar ganz passable Musik läuft. Von CD halt, aber das sollte doch für diese Zwecke reichen.

Ich finde etwas Respekt vor dem Künstler und Rücksicht auf die anderen Konzertbesucher fordert eine gewisse Aufmerksamkeit auf das was sich auf der Bühne abspielt und dazu gehört auch ein gewisses Maß an Ruhe, für den neusten Gossip und die Liebesprobleme ist danach doch noch genug Zeit!